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20.09.08
Heirat, Geburt des Sohnes – und dann die „Victoria-Fanbank“

Erst Heirat, dann Geburt des Sohnes – und gleich danach kommt die „Victoria-Fanbank“. Für Johannes Sonnhalter (Foto unten r.) sind das seine ganz persönlichen Highlights. Der Dorstener („Ich bin in Gelsenkirchen geboren“) saß beim heutigen Schalker Heimspiel gegen Frankfurt (1:0) zusammen mit Bernhard Tiffert auf der „Victoria-Fanbank“. Beide waren nachher restlos begeistert.

Bankduo auf der Bank „Empty, nichts geht mehr“, hieß es rund 30 Minuten nach dem Schlusspfiff gegen die Hessen im Pressezentrum der „Knappen“ unter der Victoria-Tribüne. „Ich habe so viele Fotos da unten auf der Bank gemacht, dass die Batterien meiner Kamera fast leer sind - empty“, stellte Johannes Sonnhalter fest. Und man merkte dem 47-Jährigen an: Auch seine Akkus waren irgendwie ziemlich leer. Ausgepowert nach einem Erlebnis, das der Knappen-Fan auf seiner persönlichen Prioritäten-Liste ganz ganz oben einordnet: auf Platz drei. Sonnhalter: „Für mich ist ganz klar: Erst kommt die Hochzeit mit meiner Frau, dann die Geburt unseres Sohnes Maximilian und dann der heutige Tag dort unten auf der Victoria-Fanbank“.

Dabei hat Sonnhalter, der schon als Kind mit dem Vater zu den „Königsblauen“ ging, schon sehr viele schöne und aufregende Erlebnisse mit seinen Schalkern gehabt. Es fing schon früh an. Sonnhalter: „Zum allerersten Mal war ich beim Spiel gegen Bayern München in der Glück Auf Kampfbahn. Da war ich acht oder neun Jahre alt.“ Danach ließ ihn sein Verein nicht mehr los.

Bankduo im Medienzentrum Dass er einen Platz auf der Victoria-Fan-Bank gewinnen würde, hätte Sonnhalter nie für möglich gehalten. Mitte dieser Woche hatte er sich zum ersten Mal beworben. Am Freitag war er noch beim Vormittags-Training des S04, fuhr dann nach Hause. nachmittags klingelte das Telefon. Am anderen Ende der S04. „Als ich hörte, dass ich einen der beiden Plätze auf der Bank gewonnen habe, dachte ich zuerst: Die wollen mich auf den Arm nehmen...“. Stimmte aber nicht.

Die Nacht auf den heutigen Samstag war dann für ihn ziemlich kurz. Sonnhalter: „Ich bin um vier Uhr wach geworden, konnte dann vor lauter Aufregung nicht mehr einschlafen.“ Schon um elf startete er mit dem 21-jährigen Filius gen Gelsenkirchen – Treffpunkt war zwar erst eine Stunde später, aber: „Wir wollten nicht zu spät kommen zur Stadionführung.“

Eine etwas längere Anreise hatte sein Nebenmann auf der Victoria-Fan-Bank: Bernhard Tiffert (45) reiste morgens aus Meschede im Sauerland an. Auch er ist seit vielen Jahren S04-Fan. Tiffert hatte sich schon mehrere Male beworben, bislang noch kein Glück gehabt. „Um so schöner, dass es endlich geklappt hat“, freute er sich. Tiffert war „natürlich“ restlos begeistert von den Eindrücken unten auf der Fan-Bank, die ganze 3,43 Meter von der Seitenlinie der Arena entfernt ist. Tiffert: Das war schon grandios, das mal aus nächster Nähe zu erleben.“ Und deshalb will er sich auch noch einmal bewerben. Für einen der beiden Plätze auf der Victoria-Fan-Bank. Tippert: „Vielleicht habe ich ja noch einmal Glück, das wäre super.“

Noch einmal bewerben? Darüber mochte Johannes Sonnhalter so kurz nach dem Spiel und den Eindrücken auf dem Rasen noch gar nicht nachdenken. Was freilich für ihn schon feststand, war die Platzierung der vielen, vielen Fotos von seinem großen Tag an der Seitenlinie: „Die kriegen, natürlich, einen Ehrenplatz bei uns.“ Vielleicht sogar direkt neben den Hochzeitsfotos... (lü)

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