14.05.2009
„Da wollte ich auf den Platz stürmen“
Es war die pure Körperbeherrschung: Als S04-Blondschopf Ivan Rakitic beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart zum 1:1 traf, wollte Carsten Petermeier auf den Platz stürmen – von der „Victoria-Fanbank“ aus, auf der er zusammen mit Nina Schilling-Fortkamp, der zweiten Gewinnerin, saß.
„Ich musste mich echt beherrschen,“ sagt der 30-jährige Lippstädter. Kein Wunder: Denn so nah dran war der S04-Fan noch nie am Spielgeschehen. Doch Carsten Petermeier blieb trotz der Freude über Rakitic´ Treffer cool, jubelte über das Tor „seiner“ Schalker und genoss die Nähe zu den Rasen-Akteuren auf der Victoria-Fanbank. Ganze 3,43 Meter steht diese exklusive Sitzgelegenheit von der Seitenlinie der Schalker Arena entfernt.
Ein Bank-begeistertes Duo: Carsten Petermeier und Nina Schilling-Fortkamp.
Carsten Petermeier, der normalerweise mit seiner Dauerkarte die Schalker Heimpartien von Block 31 der Nordkurve aus verfolgt, war hin und weg: „Davon träumt man“, fasste der Kommunalbeamte, der Mitglied des Fanclubs „Graf-Bernhard-Lippstadt“ ist, nachher seine Eindrücke zusammen. Petermeier: „Das ganze Paket mit Stadionführung und Rundum-Betreuung war einfach Spitze.“
Dass er sich für die Victoria-Fanbank bewarb war kein Zufall: Petermeier gehört zu den mehr als 10.000 Fußball-Experten, die Woche für Woche beim großen Online-Tippspiel der Victoria auf www.partnerfuerfans.de mitmachen. Und das gar nicht mal so schlecht: „Ich liege da im Moment so auf einem Platz irgendwo zwischen Nummer 60 und 70.“ Dort entdeckte er das Angebot der Victoria-Fanbank – und bewarb sich.
Als dann am Montag die Info kam, dass er Glück hatte und für die Fanbank gezogen wurde, da war sein erster Gedanke: Hoffentlich spielt die Chefin mit. Das tat sie – und Carsten Petermeier konnte schon am frühen Nachmittag gen Gelsenkirchen starten.
Dort erlebte er mit Nina Schilling-Fortkamp, die den zweiten Platz gewann, ein Programm, das sich sehen lassen konnte: zunächst gab es eine exklusive Stadionführung, dann ein Essen, bevor es hinunter auf den Arena-Rasen ging. Nach dem Spiel stand noch der Besuch der Pressekonferenz im Medienzentrum unter der Victoria-Tribüne und ein kurzer Absacker im La Ola-Club an. Alles passte - da fehlte nur noch eines: ein Schalker Heimsieg. „Das hätte den Tag wirklich perfekt gemacht“, sagt die 29-jährige Nina Schilling-Fortkamp aus Bottrop. Ihr Mann Alexander war es, der sie mit dem Schalke-Virus infizierte. „Seitdem gehen wir immer wenn wir irgendwie Tickets bekommen können in die Arena.“
Das Heimspiel gegen Stuttgart freilich hätten die beiden am Fernseher verfolgen müssen. „Wir hatten keine Karten“, sagt Nina Schilling-Fortkamp – doch dann überraschte sie der Gewinn des VIP-Platzes auf der Victoria-Fanbank. Auch Alexander Schilling erhielt von der Victoria ein Ticket, saß nur wenige Reihen hinter seiner Frau. Und die war von der Sicht auf den Rasen-Fight derart begeistert, dass sie dafür kaum Worte fand. „Das war so toll diese Perspektive da unten, dass ich teilweise nur auf die Stimmung in der Nordkurve und kaum mehr auf das Spiel geachtet habe.“ (lü)