1.7.2009
1:14 - aber: Grün-Weiße schlagen sich trotzdem prächtig
Wenn man in einer normalen Begegnung 14 Gegentor kassiert, ist das eine Bankrotterklärung. Für die Kicker des TSV Donndorf-Eckersdorf war das 1:14 gegen den Bundesligisten Schalke 04 heute dagegen eine Begegnung, die sie wohl nie mehr vergessen werden.
Mehr noch. Die Fotos erhalten sicher Ehrenplätze in den Erinnerungsalben der Spieler. Rund 800 Zuschauer waren heute Nachmittag auf die vom gastgebenden Verein Schwarz-Weiß Marienfeld hervorragend präparierte Anlage gekommen. Natürlich wollten alle Kuranyi & Co. sehen – doch auch die Kreisligisten aus der Nachbarschaft von Bayreuth erhielten viel Anerkennung. „Ich denke, Ihr habt Euch super geschlagen“, fasste Stadionsprecher Norbert Uphus nachher die Meinung vieler Spielbesucher zusammen.
Sogar der Himmel strahlte Königsblau, als TSV-Spielführer Jörg Hacker S04-Kapitän Marcelo Bordon begrüßte.
Sich super geschlagen - das hatte die Elf von Trainer Sascha Zekic in der Tat. Denn immerhin rangiert sie acht (!) Klassen unter dem Bundesligateam des S04. Ein Unterschied, der phasenweise gar nicht so groß schien. Natürlich, die Schalker waren deutlich besser organisiert, trotz bleischwerer Beine immer einen Tick schneller und in der Chancenauswertung kaltschnäuziger.
Aber wer hätte das auch anders erwartet. Umso schöner, dass die Grün-Weißen phasenweise sogar vor dem Schalker Tor auftauchten – und sogar einen Ehrentreffer erzielten. Thomas Papiorok („Papinjo“) war es, der zwei Minuten vor dem Abpfiff traf. Und von den Zuschauer lautstark beglückwünscht wurde.
Bis dahin hatten die Gelsenkirchener schon 13 Mal getroffen. Farfan (4.), Kuranyi (10./30./36.), Pliatsikas (22.) und Altintop (25./45.) trafen bis zum Halbzeitpfiff. In den zweiten 45 Minuten erzielten Yalin (50./56./64.(86), Streit (64.), Rakitic (77. per Foulelfmeter/90.) und Zambrano (85.) die Treffer zum 14:1-Endstand für die „Königsblauen“.
Und die hatten nach den 90 sehenswerten Minuten alle Mühe, den Mannschaftsbus zu erreichen: Coach Magath und seine Spieler mussten Autogrammwünsche im Akkord abarbeiten – und immer wieder zusammen mit Fans für ein Foto in die Kamera lächeln. Auch nach einem fast zwölf Stunden langen sportlichen Arbeitstag machte ihnen das sichtlich Spaß. (lü)