5.6.2010
Chefcoach Olaf Thon möchte Ehrgeiz aber keinen Stress: „Keiner soll hier vom Laufband fallen…“
Auf seinem Shirt steht „OT“ und jeder weiß, wofür diese zwei Initialen stehen: Olaf Thon, Ex-Profi des S04, betreut auch in diesem Jahr wieder als Chefcoach die ERGO-Nationalelf. Unterstützt wird er von einem siebenköpfigem Trainerstab aus der Nachwuchs- und Amateurabteilung des FC Schalke.
In seiner kurzen Begrüßungsansprache machte Thon gleich deutlich, worauf es an den beiden Tagen ankommt: „Wir werden versuchen, die 20 besten von Euch für das Spiel gegen die Schalker Profis herauszufiltern. Dafür haben wir ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt, doch wichtig ist, dass der Druck bei Euch nicht zu groß ist. Für mich und uns ist wichtig, dass Ihr das hier auch genießt.“
Ein Routinier - inzwischen auch als Coach der ERGO-Nationalelf, die er in diesem jahr zum vierten Mal betreut: Olaf Thon, hier bei der Begrüßung im Teamhotel Marriott.
Thon wies ausdrücklich darauf hin, dass Ehrgeiz durchaus gewünscht ist – es aber auch klare Grenzen gebe: „Ich möchte nicht, dass mir einer von Euch beim Fitnesstest vom Laufband fällt. Übertreibt es bitte nicht. Zumal dieser Test ganz sicher nicht entscheidend sein wird für unsere Auswahl. Und was wir hier gar nicht sehen wollen, sind Foulspiele. Einsatz ist ok - aber mehr nicht. Bleibt locker. Es geht um Fair Play und es geht darum, als Gemeinschaft ein Wochenende zu haben, von dem man sagen kann: Das hat sich in jeder Hinsicht gelohnt.“
Ziel sei natürlich, auch in diesem wieder einschlagkräftige „Nationalelf“ zusammen zu stellen, die die Schalker Profis am 10. Juli im Recklinghauser Stadion Hohenhorst "ein wenig ärgern“ (Thon) kann. Thon: „Beim 2:6 im vergangenen Jahr hat sich Felix Magath glaube ich ziemlich über unsere starke Truppe gewundert – wenn wir das wieder hinkriegen und vielleicht noch ein Tor weniger kassieren und dafür eins mehr schießen, wäre das traumhaft.“ (lü)