6.6.2010
Die „Ehemaligen“ Franz Scheidel, Thorsten Schwind und Peter Stein wollen es noch mal wissen
Sie sind absolute Routiniers. Aber jeden von ihnen will es noch mal wissen: Franz Scheidel, Thorsten Schwind und Peter Stein erlebten in den vergangenen Jahren, wovon die restlichen Kandidaten für die ERGO-Nationalelf träumen dürfen: Sie liefen als Spieler der damaligen Victoria-Nationalelf gegen die Profis des FC Schalke auf. Dieses Feeling wollen sie noch einmal erleben.
„Als wir im Parkstadion durch den Tunnel kamen und es dann auf den Rasen ging, das ist ein Erlebnis, das du nie vergisst“, sagt Franz Scheidel. Mit 40 Jahren ist Scheidel der „Oldie“ des Ehemaligen-Trios. Scheidel, der heute für den TSV Amicitia Vierheim kickt, gehörte zur Victoria-Nationalelf der ersten Stunde. 2007 traf sie auf die Profis der „Knappen“. 0:6 hieß es am Ende, doch Scheidel und seine Mitstreiter haben nur positive Erinnerungen an die Niederlage im halben Dutzend. Sein Gegenspieler war damals Sören Larsen. „Ein Klassespieler. Ich habe mir sein Trikot gesichert, das hat heute zusammen mit den Fotos, die meine Frau gemacht hat, einen Ehrenplatz.“
Jeder von ihnen war schon einmal Nationalspieler - und will es noch einmal werden (v.l.r.): Peter Stein, Franz Scheidel und Thorsten Schwind.
Peter Stein, der 2009 zum Team gehörte, hatte es auf dem Rasen meist mit Gerald Asamoah zu tun. „Ein ganz ausgebuffter Spieler, bullig und abgezockt.“ Stein (22), der für Rot-Weiß Hünsborn antritt, schaut sich immer wieder gerne die Bilder des Spiels gegen die Magath-Elf vor mehr als 5.500 Zuschauern in Recklinghausen an. „Wir haben uns im vergangenen beim 2:6 richtig gut verkauft.“
Fünf Gegentore mehr kassierte Thorsten Schwind (31), der 2008 in der Victoria-Nationalelf zum Einsatz kam. Es war die bislang höchste Niederlage: 0:11 hieß es damals. Doch für Schwind, der heute für VfR Frankenthal spielt, war dieses Ergebnis bestenfalls zweirangig. „Das hat mit unserem Team soviel Spaß gemacht, dass ich mir gesagt habe: Ich bewerbe mich dieses Jahr einfach noch mal.“
Ein Motto, das auch die beiden anderen „Ehemaligen“ beherzigen. Ob sie es schaffen, sich wieder für die Nationalelf und das große Spiel am 10. Juli zu qualifizieren? Für Peter Stein ist klar: „Das wäre der absolute Hammer, wenn das klappt…“ (lü)