7.7.2010
Keeper Markus Brasch ahnt: „Bei so einem Spiel bist du nonstop unter Beschuss“
Markus Brasch (Foto unten), einer der beiden Keeper der ERGO-Nationalelf, gehört zu einer seltenen Torhüter-Spezies: Er hat in seiner noch jungen Karriere schon jede Menge Treffer erzielt.
Die meisten davon als B-Jugendspieler beim Aufstieg in die Jugendoberliga: Da traf der heute 20-Jährige gleich 15 Mal. „Das waren 13 Elfmeter, die ich verwandelt habe, ein direkter Abschlag – und ein Kopfballtreffer“, erinnert sich Brasch. Beim 1:1 gegen Böblingen war das, Brasch hielt es Sekunden vor Spielende nicht mehr in seinem Kasten, er stürmte nach vorn – und traf per Kopf zum Ausgleich. Einige Jahre vor ihm hatte Schalkes Keeper Jens Lehmann das gegen den Revier-Rivalen Borussia Dortmund vorgemacht.
Zu solchen Sturm-Attacken wird Markus Brasch, der inzwischen beim SV Löchgau (Baden-Württemberg) in der Landesliga das Tor hütet, beim heutigen Spiel gegen die Magath-Elf wohl keine Zeit haben. „Ich geh´ mal davon aus, dass du als Keeper bei so einem Spiel nonstop unter Beschuss bist“, ahnt er, was gegen die Königsblauen auf ihn zukommt.
Genau aus diesem Grund hat er schon vor Wochen sein ganz persönliches Vorbereitungsprogramm gestartet: mit Fitness-Läufen fast jeden Tag und jeder Menge Torwarttraining. Und das trotz der derzeitigen Sommerpause. Markus Brasch: „Ich habe mir für das Spiel einiges vorgenommen.“
Dabei wird Brasch, wie auch die anderen Teamkollegen der ERGO-Nationalelf heute lautstark von „seinen“ Fans aus der Heimatregion Region Pforzheim unterstützt. ERGO spendierte dem sympathischen Keeper einen Reisebus, mit dem Eltern und Freunde nach Recklinghausen anreisen. Auf ein Tor, das der 20-jährige Keeper heute gegen die Knappen erzielt, dürften sie allerdings wohl umsonst warten… (lü)